Ausflug mit Baby zum Ammersee – Baden oder Segeln?

Endlich Hochsommer! Da traf es sich gut, dass einer unserer Freunde einen Segelschein hat. Zu acht fuhren wir aus München raus zum Ammersee. Aber ist es wirklich eine gute Idee, ein sieben Monate altes Baby mit zum Segeln zu nehmen?

Den Kinderwagen gegen ein Segelboot tauschen – ist das eine gute Idee?

Wo man günstig segeln kann

Zunächst mal unser Tipp, wo man günstig Segelboote leihen kann: In St. Alban am Ammersee! Da kostet das Segelboot am Wochenende für den gesamten Tag nur 95 Euro, auf Anfrage geht es für eine kürzere Zeitdauer sogar noch günstiger (Stand 2019. Hier geht’s zur Webseite des Bootsverleihs Ernst in St. Alban.) Segelt man zu acht, kann man da wohl wirklich von einem Schnäppchen reden.

St. Alban liegt nördlich von Diessen, also ganz im Südwesten vom Ammersee. Mit dem Auto dauert es von München ca. 50 Minuten, mit der Regionalbahn ist der Ort ebenfalls gut zu erreichen.

In St. Alban, südlich des Freibads, unmittelbar vor der Kirche, gibt’s diesen Bootverleih mit Bergblick.

Segeln oder Spazieren?

Eigentlich war für heute geplant, dass die Mama mal nen Tag für sich und unsere Freunden hat. Ich wollte mit Emma in der Zwischenzeit am Seeufer spazieren gehen. Vatertag sozusagen.

Doch während die Freunde das Boot startklar machten, fragte mich unverhofft der Betreiber, ob ich für Emma eine Schwimmweste benötige? Wie bitte? Es gibt Schwimmwesten für Babys? Damit hatte ich gar nicht gerechnet.

Aber irgendwo auch logisch, die müssen auf untergehenden Kreuzfahrtschiffen ja auch irgendwie gerettet werden. Wichtig ist bei Baby- und Kleinkinder-Schwimmwesten, dass diese unterm Schritt verschlossen werden. Sonst flutscht das Kind womöglich unten raus.

Aber sollten Emma und ich demnach mitsegeln? Nein, aus folgenden Gründen entschieden wir uns dagegen.

  • Der Betreiber sagte, er hätte Schwimmwesten für Kleinkinder. Von einem Kleinkind ist Emma aber noch fünf Monate entfernt.
  • Ist man erstmal auf dem Boot, kann man nicht so einfach wieder aussteigen. Zumindest nicht, ohne sieben weiteren Personen den Tag ein stückweit zu vermiesen. Und sollte Emma seekrank werden, hätten das alle auszuhalten. Ein sieben Meter langes Boot erschien uns nicht der richtige Rahmen, um ihre Seetauglichkeit zu testen
  • Und vor allen Dingen: Die Sonne! Auf einem Segelboot gibt es viel zu wenig Schatten. Hut und Sonnencreme hätten niemals ausgereicht, um Emmas alabasterfarbene Haut zu schützen. Inzwischen weiß man ja, dass vor allem die Sonnenbrände in der frühen Kindheit für den Hautkrebs im Alter verantwortlich sind. Daher unsere klare Entscheidung: Wir bleiben vorerst Schattenparker!
Ich entscheide mich gegen das Segeln und für einen Spaziergang am Ufer des Ammersees.

Badespaß zu zweit

Stattdessen war also Vatertag angesagt: Mit dem Kinderwagen spazierte ich mit Emma südwärts. Hier begann gleich ein Wäldchen, in dessen Schatten ein paar Bänke zu einer Pause einluden. Da es ohnehin bereits Mittagszeit war, bekam sie nun ihren Brei. Kalt verschlingt sie ihn zwar leider nicht so gierig wie sonst, aber ich war vorbereitet und hatte für weitere Menüpunkte später am Nachmittag bereits einen Obstbrei vorbereitet, sowie Milchpulver und Thermoskanne mit dabei.

Einen knappen Kilometer weiter südlich fand ich dann wieder einen Zugang zum Seeufer. Das Wasser war am Eingang zum Seebad, das ich bei der Anlegestelle gesehen hatte, mit 25,5°C ausgezeichnet gewesen. Also nichts wie rein!

Emma hat einen Heidenspaß mit Wasser, sie greift danach und spritzt damit herum, offenbar völlig überwältigt von seiner flüssigen Konsistens. Und so kam auch der Papa auf Touren und wir tollten eien Weile herum. Ein freundlicher Mann schoss ein Foto von uns, um diesen schönen Ausflug zu dokumentieren.

Vatertag. Emma ist begeistert vom flüssigen Nass.

Fazit: Segeln oder Baden?

Nein, zum Segeln war es unserer Ansicht noch zu früh. Im ersten Sommer von Emmas Leben werden wir sie soweit wie möglich im Schatten halten. Wir cremten sie sorgfältig mit Babysonnencreme ein und sie trug immer einen Hut. Einzig in den zehn Minuten beim Baden war sie teilweise vielleicht ein wenig zu viel der Sonne ausgesetzt, denn da, wo ihre Haut eigentlich vom Body geschützt war, cremte ich sie zum Baden nicht weiter ein.

Daher blieben wir auch nicht lange im Wasser – einen wunderschönen Nachmittag hatten wir trotzdem zusammen!

Den ersten Segeltrip in Emmas Leben verschieben wir lieber in ihren zweiten Sommer…

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